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Die Ausstattung,der "Character" des HausesDezember 2006 Schon
während der Feinplanung mit den Herstellern mache ich mir Gedanken über
einzelne Ausstattungsmerkmale. Was ist sinnvoll? So viel wie möglich in
Baumärkten, Fachgeschäften etc. schauen? Oder möglichst wenig? Zuviel
wird bedeuten: man legt sich in vielen Dingen fest - und wird dann bei
der Ausstattung des Hauses viele Sonderwünsche haben. Zuwenig
kann
bedeuten: man ist bei der Ausstattung des Hauses schlichtweg
überfordert, soviel in kurzer Zeit zu entscheiden - und ärgert sich
dann später über seine Entscheidungen.
In dieser
Phase denke ich
vorwiegend über das äußere Erscheinungsbild nach. Welche Putzfarbe
(Putz war von Anfang an für mich klar) und welche Dachfarbe? Meine
Lieblingsfarbe schlechthin ist gelb. Gelb - zur Zeit absolute Modefarbe
was den Außenputz angeht. Da liege ich voll im Trend. Wirklich? Muss
das sein? Was gibt es eigentlich für Ziegelfarben. Ich denke erst mal
an grün (für die Ziegeln). Aber die meisten Hersteller bieten nur einen
dunklen Grünton (Tannengrün), das sieht nichts aus. Dann aber werde ich
fündig: Koramic hat einen Grünton (bronzegrün), der im Internet gut
aussieht. Ich bestelle mir ein Muster.
Anfang Januar 2007 Von
Koramic habe ich nichts gehört. Mit hartnäckigem Nachfragen (wollen die
eigentlich nichts verkaufen?) stellt sich dann heraus: dieser Ziegel
wird nur regional vertrieben (hä?) und ist für mich nicht lieferbar... Also
wieder von vorne beginnen. Ich wühle mal wieder im Internet und komme
auf Seiten von eher kleineren Herstellern. Ups, weiß, gelb, hellblau,
... die produzieren ja schrille Farben. Gelb? Als Dachziegel? So
richtig vorstellen kann ich mir das nicht. Aber interessant klingt es.
Ich frage bei einem Hersteller an, der auch zwei Grüntöne hat. Wenige
Tage später sind die Muster da - und netterweise auch Adressen in der
Nähe, wo diese Farben verwendet wurden. Bei nächster
Gelegenheit
fahre ich nach Langen, wo ein Haus mit gelben Ziegeln steht. Ich bin
überrascht, es sieht gar nicht aufdringlich, sondern richtig gut aus.
In mir reift immer mehr die Idee, gelbe Ziegeln zu nehmen. Zumal Minttu
absolut gegen grün ist. Wieder mal irgendeine chinesische Weisheit...Bei
Gelegenheit gehe ich in Baumärkte oder auch
Sanitär-Fachhandelgeschäfte. Auffällig: DIE vorherrschende Sanitärfarbe
ist weiß. Und viel mehr gibt es nicht. Da brauche ich mir schon mal
wenig Gedanken zu machen. Waschbecken
gibt es nur wenige die schön
sind - und dann schweineteuer. Das wird es mir nicht wert sein. Also
hier werde ich eher beim Standard bleiben. Dafür finde ich eine schöne
Eckbadewanne. Die hat Schwung, die hat was! Und der Preis ist auch ok.
Gut, damit hätte ich schon mal einen "Sonderwunsch" für die
Ausstattung. Allerdings stellt sich die Frage, von welchem Hersteller
die ist. Der Baumarkt hat zwar einen Spezialkatalog, aber da wird eine
Eigenmarke gezeigt.
18. Januar 2007 Heute
hatte ich ein zweites Gespräch (das erste war vor zwei Tagen) mit einem
Heizungs- und Sanitärfachhandel. Bei beiden Gesprächen wurde die
Kühlfunktion der LW-WP eher kritisch gesehen. Die Bedenken gehen
insbesondere dahin, dass eine Kaltwasser-Zirkulation in der
Fußbodenheizung a) unangenehm b) ungünstig und c) nicht besonders
wirkungsvoll ist. Ich kann diese Argumente nachvollziehen.
Wahrscheinlich belasse ich es bei der angebotenen Anlage, zumal diese
als sehr gut gelobt wird.
24. Januar 2007 Wieder
mal bin ich in einem Baumarkt am stöbern. Und werde fündig: diese
Badewanne sieht sehr interessant aus. Schön geschwungen, aufgelockerte
Form. Das passt! Nur
von wem ist diese Wanne? Der Baumarkt führt sie dummerweise unter einer
Eigenmarke. Den Katalog nehme ich aber sicherheitshalber mal mit.
3. Februar 2007 In
einem anderen Bau-Fachmarkt sehe ich eine sehr
schöne Glastür. Sieht aus wie kaputt ;-) Crash heißt das gute Stück.
Und - ups - kostet auch ordentlich. Dafür würde man gleich mehrere
andere Glastüren bekommen. Nun, ich werde mal "schwanger" gehen mit dem
Gedanken, ob ich mir die trotzdem leiste.
13. Februar 2007 In
einem weiteren Baumarkt habe ich eine Wanne gesehen, die mir bekannt
vorkommt. War die nicht auch in dem Katalog mit der Wanne, die ich
möchte? Ich frage nach, ob es andere Modelle gibt. Und tatsächlich, sie
haben den gleichen Katalog, aber unter einem anderen Namen: Ottofond.
Im Internet schaue ich nach und ja, da ist sie. Gefunden!
März - Mai 2007 Ich
nutze meine verfügbare Zeit eher, um in Möbelhäusern etwas zu stöbern.
Scheint früh zu sein, aber bzgl. der Punkte die ich bei der Bemusterung
festlegen muss will ich nicht zu viel stöbern, um nicht zu sehr
festgelegt zu sein. Zudem ist diese freie Zeit auch sehr begrenzt, denn
Minttu und Mailin kommen aus China, ich gebe meine Zweitwohnung auf und
wir heiraten im Mai. All das kostet nahezu unsere ganze verfügbare
Zeit.
21.
Mai 2007 Ich habe Minttu die
Crash-Glastür gezeigt. Sie findet sie auch gut. Also werden wir uns den
Luxus gönnen. Bei
dieser Gelegenheit ist mir aufgefallen, dass der Baumarkt auch eine
Ausstellung Dachziegeln hat. Wir sind dort mal durchgegangen. Das wird
ein schwieriges Thema. Wir haben sehr unterschiedliche Ansichten was
schön ist und was nicht.
18. Juni 2007 Wir
sind bei R Heute und die nächsten beiden Tage soll die
"Bemusterung" - sprich Festlegung der kompletten Ausstattung, die von R
mitgeliefert wird - stattfinden. Mit dabei auch Frau und Tochter. Die
Tochter darf an einem freien PC im Internet surfen. Meine Frau versteht
noch sehr wenig Deutsch. Wir einigen uns deshalb darauf, dass ich sie
immer dann rufe, wenn etwas auszuwählen ist, sie sich bei den
technischen Passagen aber zurückzieht und Deutsch lernt. Mit
dem
Berater von R spreche ich zunächst nochmal die Pläne durch, damit wir
ein einheitliches Verständnis haben. Dann geht es in erste Details im
Keller wie - Wo werden die
Strom- und Wasser-Anschlüsse ins Haus kommen?
- Wohin kommen die Zähler für Strom und Wasser?
- Wo sind Heizung und KWL-Anlage?
- Wo brauchen wir welchen Estrich?
- ... Vom
Keller geht es nach Draussen. Dor kommen Fragen, an die man als Bauherr
gar nicht denkt. Zum Beispiel: Wo sind wir mit der Kellerdecke
erdgleich? Hier muss eine Feuchtigkeitssperre angebracht werden - die
erste Mehrkostenposition die nicht kalkuliert war. Oder auch
so Kleinigkeiten wie: Wo soll der Außenwasserhahn hin? Es klingt wie
ein Kleinigkeit, aber will doch durchdacht sein. R
gestaltet die Bemusterung abwechslungsreich. Immer mal wieder eine
Auswahlentscheidung und dazwischen mal wieder mehr technische Dinge.
Nun steht die erste Auswahl an. Und gleich ein heißes Thema: Dach. Wir
(inkl. Minttu und Mailin) schauen uns die Auswahlmuster an. Es gibt
reichhaltig Auswahl, aber natürlich nicht den gelben Ziegel. Der
Berater erklärt, was im Preis enthalten ist. Es ist mir sofort klar,
davon wird es keiner. Ich spreche den gelben Ziegel an. Er sagt zu zu
klären was der kostet. In der Zwischenzeit lasse ich Minttu und Mailin
auswählen, was als Alternative in Frage kommt. Mailin will Blau - nicht
schlecht, aber auch nicht schön. Und zudem noch mit die teuersten.
Minttu konzetriert sich auf hello Rottöne. Mir gefallen Ziegel in
anthrazit und hellgrau. Minttu will keine dunkle Farbe, das hellgrau
ist ok für sie. Da die Klärung des Preises für den gelben Ziegel dauern
wird entscheiden wir, beide als Auswahl zu halten und erst mal mit
weiteren Themen weiterzumachen. Nächstes Thema: Außenputz. Wir
entscheiden sehr schnell, die jeweilige "Gegenfarbe" zu verwenden. Also
bei gelben Ziegeln grauer Putz, bei grauen Ziegeln gelber Putz. Bei
den sichtbaren Holzteilen stehen 5 oder 6 Farben zur Wahl.
Glücklicherweise passt der gleiche Farbton (dunkelbraun) am besten
sowohl zu gelb als auch zu grau. Die erste Entscheidung ist gefallen! Der
Verkäufer hatte ins Angebot bereits eine Haustür mit 2 Seitenteilen
eingeplant. Mit Minttu gehe ich durch die Ausstellung. Ich könnte auch
gut ohne die Seitenteile leben. Minttu mag sie aber. Also bleiben wir
dabei. Wir entscheiden uns für eine eher schlichte Form mit 4 kleinen
Glaselementen in der Tür und Mattglas in den Seitenteilen. In
Abwandlung zum gezeigten Modell lassen wir die Höhe des Glases in den
Seitenteilen aber auf die gleiche Höhe wie die Oberkante des obersten
und die unterkante des untersten Glases in der Tür anpassen. Als
Türgriff wählen wir den üblichen Stangengriff. Die Farbe lassen wir
noch offen bis Dach/Putz entschieden ist. Nach der
Mittagspause
steht wieder ein schwieriges Thema an: die Fenster. Schwierig deshalb,
weil wir einige Fenster haben, die man von außen nur mit einem Gerüst
erreichen könnte. R bietet im Standard Holzfenster in verschiedenen
Farbtönen und Kunststoff weiß. Holzfenster müssten alle paar Jahre
gestrichen werden. Verbietet sich bei dem geschilderten Aufwand.
Kunststoff weiß im ganzen Haus gefällt uns nicht. Die Alternativen
(natürlich mit Aufpreis) sind: Kunststoff außen farbig (eingefärbt),
innen weiß; Kunststoff innen und außen mit Dekorfolie; Alu-Holz-Fenster
(außen Alu, innen Holz). Ich brauche erst mal nähere Informationen zu
den Aufpreisen. Die ersten Angaben des Beraters klingen gut, aber es
zeigt sich, dass der Aufpreis für Kunststoff akzeptabel, für Alu-Holz
aber ganz schön happig ist. Ich muss erst mal eine Nacht darüber
schlafen, wir vertagen dieses Thema. Bei den Fensterbänken -
sowohl innen wie auch außen - bleiben wir im Standard und können uns
schnell festlegen. Womit wir auch ins Hausinnere gekommen sind. Erstes
größeres Thema dort die Treppen (2, da wir vom Keller ins EG die
gleiche Treppe nehmen wollen wie die vom EG zum DG). Standard ist eine
eingestemmte Holztreppe in Buche oder finnischer Birke. Finnisch... übt
auf mich immer einen besonderen Reiz aus. Zumal Birke noch gut aussieht
und ich Buche sowieso nicht so mag. Die Holzart ist also schnell klar.
Allerdings ist die Treppe bei uns ja in den Wohnraum integriert. Da
soll sie nicht wuchtig, sondern möglichst leicht wirken. Eingestemmt
mit den Wangen passt da gar nicht. Selbst ein massiveres Holzgeländer
ist mir da ein Graus. Die Treppe in meiner alten ETW - eine Stahltreppe
mit Vollholzstufen - ist da viel schöner. Sie wird selten verlangt und
der Berater muss erst mal nachfragen wegen Birke, aber es geht. Wir
suchen uns noch das Geländer aus und nehmen hier die hochwertigere
Variante mit einem Handlauf aus Holz. Die Verkleidungen der offenen
Galerie und des Stahl-Querbalkens (Trägerbalken für die Galerie und
einen Teil der Dachlast) erfolgt ebenfalls mit Birke, so dass dies
einheitlich aussieht. Bei den Innentüren stehen uns mehr
Holzarten
zur Wahl. Darunter wieder Birke. Da unsere Türen fast alle jeweils nahe
der Treppe liegen entscheiden wir uns hier spontan ebenfalls für Birke.
Damit haben wir es für den ersten Tag geschafft. Mit vielen
Eindrücken und noch mehr Gedanken die durch den Kopf geistern machen
wir uns auf den Weg ins Hotel.
19. Juni 2007 Ich
bin mir immer noch nicht im klaren was wir mit den Fenstern machen. Ich
frage den Berater, ob es Gründe gibt, warum Alu-Holz doch so einen
hohen Aufpreis hat. Er sagt mir, das liege besonders an den
Sonderformen (die Schrägen Fenster im Dach). Ich bitte ihn daher, eine
Kalkulation für Alu-Holz im EG und DG und Kunststoff im Dachreiter zu
machen. Das Ergebnis ist zufriedenstellend, da bei Kunststoff ein
Pauschal-Aufpreis pro Fenster gilt, unabhängig von Größe und Form. Wir
entscheiden uns für Kunststoff außen dunkelgrau, innen weiß im
Dachreiter und Alu-Holz (graumetallic außen, Meranti innen) für den
Rest. Weiter geht es mit den Balkongeländern (richtiger Balkon
und
französische Balkone). Die Entscheidung ist angesichts der schon
getroffenen Mehrkosten recht einfach, wir wählen eine Lösung knapp über
dem Standard. Sieht gut aus und kostet nicht die Welt. Für den
Balkon ist noch die Farbe der Betonplatten zu wählen. Egal ob grauer
oder gelber Putz, wir entscheiden uns für die gelben Platten. Damit
haben wir aber erst einen ganz kleinen Teil des Blockes Boden- und
Wandbeläge (Fliesen). Bevor wir dazu kommen aber erst noch die
Sanitärobjekte. Der Berater zeigt uns erst einmal die Objekte, die ohne
Aufpreis zu erhalten sind. Dann gibt er uns eine Preisliste, aus der
wir die Aufpreise für die übrigen Modelle entnehmen können. Wir gehen
durch die Ausstellung und können uns für das Bad recht schnell
entscheiden. Das Waschbecken das uns am besten gefällt hat einen
minimalen Aufpreis. Das WC dazu ist uns aber zu globig, da nehmen wir
lieber eins aus einer Standard-Serie. Für das Gäste-WC fällt uns die
Wahl schwieriger. Nach einigem hin und her wählen wir Jolly, ein rundes
Becken mit einer seitlichen Ablage. Die Armatur darauf ist zierlich und
passt ganz gut, so dass wir diese auch gleich wählen. Hier fällt uns
die Wahl für das Badezimmer zunächst schwer. Alle Standard-Armaturen
gefallen uns nicht richtig. Wir tendieren zur gleichen wie im Gäste-WC,
aber dazu gibt es keine vernünftige Wannen-Armatur. Dann fällt mir die
Armatur ein, die ich im WC gesehen hatte. Eine nette
Wasserfall-Armatur. Ich vermute die ist teuer, frage nach und bin
überrascht, dass sie gar keinen hohen Aufpreis hat. Bzgl. der
Wannen-Armatur berät uns der Berater, dass immer mehr Kunden zu einem
Wassereinlauf am Überlaufstutzen tendieren. Das ist aber einerseits
teurer und zum zweiten würde hier der Wasserfalleffekt wegfallen. Und
es gibt eine Wannenarmatur mit diesem Effekt. Wir wählen also lieber
den "old style". Für die Accessoires wie Handtuchhalter,
Ablage,
Spiegel etc. gibt es 4 Serien zur Auswahl. Schnell haben wir die Serie
gewählt. Spiegel und Ablage gefallen uns aber nicht. Wir werfen beide
raus. Spiegel kaufen wir dann später selbst. Bzgl. Ablage macht uns der
Berater den Vorschlag, wie beim WC eine Vormauerung für den Waschtisch
zu machen. Dadurch entsteht dann auch eine Ablage. Eine gute Idee, der
wir folgen. Ganz schnell geht es dann mit der Dusche. Wir
wollen
eine niedrige Duschtasse und nehmen das Standardmodell für die
Duschkabine (Glas) mit silberfarbenem Profil. Während ich mit
dem
Berater wieder mehr technische Dinge abkläre lasse ich Frau und Tochter
schon mal die Wand- und Bodenfliesen durchsehen. Diese sind gut
numeriert und ich bitte sie aufzuschreiben, was ihnen gefällt. Nach
einer kurzen Pause mache ich dann für mich das Gleiche. Minttu hat
nichts notiert, Mailin gleich eine lange Liste. Es gibt einige
Übereinstimmungen, aber als ich mit ihr spreche sagt sie, eigentlich
gibt es nur einen Favoriten. Natürlich blau. Sieht nicht schlecht, aber
auch nicht gut aus. Minttu findet sie in Ordnung und ich erkläre mich
bereit, sie ins Gäste-WC zu nehmen. Das will Mailin nicht und geht
enttäuscht zurück zum PC. Mit Minttu gehe ich alles nochmal durch und
bitte sie um ihre Meinung. Aber wir kommen heute nicht mehr zu einem
Ergebnis. Weiterhin mit vielen offenen Punkten und
entsprechenden Gedanken machen wir Schluss für heute und fahren zurück
ins Hotel.
20.
Juni 2007 Wir
beginnen den Tag damit, erneut die Fliesen zu checken. Für's Bad haben
wir uns inzwischen auf meinen Favoriten geeinigt. Minttu will unbedingt
eine Borde. Ich kann einer solchen Quer im Bad verlaufenden Linie wenig
abgewinnen. Zudem hat unser Bad eine Dachschräge, rundum geht es gar
nicht. Dann fällt mir ein, dass in einem Musterbad ein Mauervorsatz
abgesetzt ist. Wir finden das beide schön und einigen uns darauf, die
Oberkante der Vorsprünge beim Waschbecken und beim WC mit der Borte
einzufassen. Diese hat grau bis schwarze kleine Felder, so dass wir
quasi schon die Vorgabe für die Bodenfliese haben. Es empfiehlt sich
einfach, das Farbthema dort wieder aufzunehmen. Wir suchen 3 passende
Fliesen aus. Der Berater kommt unterdessen mal wieder vorbei und schaut
nach wie weit wir sind. Wir sagen ihm dass wir uns bzgl. Wandfliese
entschieden haben und nun die passende Bodenfliese suchen. Er empfiehlt
uns eine Fliese die in einem der Musterbäder ausgelegt ist. Das ist für
mich die schönste. Minttu stimmt nun zu. Ich denke das war wirklich
eine gute Entscheidung, bin überzeugt unser Bad wird mit diesen
Sanitär- Objekten und Fliesen gut wirken. Es
fehlt noch das Gäste-WC, aber wir streuen mal wieder etwas mehr
"Technik" ein. Der Berater spricht den Zugang zum Schornstein an. Ich
sage ihm, dass der Architekt dies klären wollte und ich bisher
angenommen habe, dies sei bereits geregelt. Wie sich herausstellt hat
der Architekt aber nichts geklärt. Da der Schornsteinfeger nicht
erreichbar ist merkt sich der Berater dies vor. Dieser Punkt bleibt
zunächst offen. Inzwischen hat er dafür aber den Preis für die
Ziegeln bekommen. Der Mehrpreis haut mich fast vom Hocker. Der Berater
sagt dass er selbst erstaunt ist, zumal dieser Mehrpreis nicht
durchschnittlich so wäre, sondern insbesondere die Ortgang-Ziegeln
wären extrem teuer. Insgeheim habe ich die ganze Zeit mit gelben
Ziegeln und grauem Putz kalkuliert. Aber dieser Mehrpreis ist dies
wirklich nicht wert. Oder? Ich gehe mal an die frische Luft um darüber
nachzudenken und mir die Alternativen nochmal anzusehen. Da die
Mittagspause ansteht nehme ich diese als Entscheidungsphase noch mit. Nach
der Pause fahren wir zunächst mit den Fliesen für das Gäste-WC fort.
Mailin hat inzwischen aufgegeben. Ich frage Minttu ob wir trotzdem
Mailins blaue Fliesen nehmen sollen. Sie findet sie aber nicht so gut
und so gehen wir erneut durch. Hell sollen sie sein, darüber sind wir
uns klar, da die Toilette ja nicht so groß und schmal ist. Deshalb
würde ich auch Fliesen ohne Muster vorziehen, die nur durch eine
unebene Oberfläche wirken. Minttu befürchtet dass diese schwerer sauber
zu halten sind. Ich glaube das nicht, denn die Höhenunterschiede sind
doch minimal und es gibt keine Rillen oder so. Nachdem dies geklärt ist
finden wir schnell eine passende Fliese. Minttu möchte hier ein paar
Dekorfliesen. Diese sind mit grauen Intarsien versehen. Dadurch wird
auch hier quasi automatisch die Frage nach den Bodenfliesen geklärt.
Wir wählen graue, aber nicht zu dunkle Fliesen.K Nun muss
eine
Entscheidung bzgl. der Ziegel fallen. So gerne ich ja die gelben
Ziegeln genommen hätte, das ist mir zu extrem. Ich spreche mit dem
Berater und wir vereinbaren, dass wir die grauen Ziegeln nehmen und auf
dieser Basis die weiteren Farbentscheidungen treffen, ich mir aber die
Alternativen bei gelben Ziegeln notiere. Eine letzte Chance (bei einem
anderen Hersteller) will ich doch nochmal nutzen. Bzgl.
Außenputz war damit gelb klar. 3 Gelbtöne hat R als Muster da. Minttu
tendiert zum ganz hellen gelb. Raus fällt sofort ein Farbton, der schon
eher ein helles orange ist. Mailin und mir gefällt der etwas kräftigere
Ton besser. Mir ist er aber eigentlich immer noch zu blass und er hat
ebenfalls einen ganz kleinen Rotanteil. Und mir wäre ein klares Gelb
lieber. Ich suche auf der Farbkarte diesen Ton und dann den in der
Helligkeit vergleichbaren Ton in reinem Gelb. Von hier gehe ich noch
zwei Nuancen kräftiger und denke das ist die beste Lösung. Minttu ist
sicherlich nicht begeistert, aber ich denke sie weiß wie schwer mir die
Entscheidung graue Ziegeln gefallen ist und stimmt ohne Vorbehalte zu. Der
Rest der offenen Farbentscheidungen geht schnell. Zum Schluss steht als
letzte
Farbfestlegung nun noch die Haustüre an. Ich frage welche Farben
möglich
sind. Der Berater sagt mir Naturholztöne sind ohne Aufpreis, farbig
lackiert kostet einen kleinen Aufpreis. Dann können wir quasi frei
unter allen RAL-Tönen wählen. Wir bauen alle sonstigen Farben die in
Bezug stehen auf einem Tisch auf, ich nehme die RAL-Karte und blättere
eine Farbe nach der nächsten durch. Minttu soll STOP sagen wenn ihr
etwas gefällt. Ganze 3 Farben bleiben über: ein Orangeton, purpurrot
und perlgold. Alle 3 passen wirklich, aber das Orange auf der ganzen
Tür dürfte grell sein. Wir tendieren beide zu perlgold und halten
purpurrot als Ersatz. Der Berater ist überrascht. "Gold hat noch nie
jemand genommen." Allerdings haben wir damit eine nächste "Baustelle"
aufgemacht. Der Stangengriff in Edelstahl passt farblich überhaupt
nicht. Und er hat nur Edelstahl in der Auswahl. Da er auf die Schnelle
auch nichts anderes findet vertagen wir die Suche. Er bittet, dass wir
in den nächsten Tagen uns umsehen und auch er will fragen. Nun
müssen wir noch die Fliese für die Diele auswählen. Da wir inzwischen
die komplette Auswahl mehrfach durchgesehen haben und auch die Lust
inzwischen fehlt geht das recht schnell. GESCHAFFT. Wir
packen unsere 7-Sachen zusammen und machen uns erschöpft auf den
Heimweg.
21.
Juni 2007 Ich
sende ein Mail an den zweiten Hersteller gelber Ziegel. Will mal wissen
was die kosten. Sie sind sehr schnell, kurze Zeit darauf klingelt das
Telefon. Eine Mitarbeiterin sagt mir, sie hätte meine Anfrage an den
zuständigen Regionalvertreter weitergeleitet. Er würde sich alsbald bei
mir melden.
22.
Juni 2007 Der
Regionalvertreter ruft mich an. Leider hat er für mich eine schlechte
Nachricht: die Farbe gelb wird nur unregelmäßig produziert und ist
dieses Jahr nicht mehr im Produktionsplan. Wann sie mal wieder
verwendet wird ist nicht festgelegt. Damit ist die
Entscheidung gefallen. Es werden die grauen Ziegel und ein gelber Putz. Der
Bauleiter der Kellerbaufirma ruft mich an. Bei zwei Punkten wäre er
dagegen. Das Rückstauventil im Revisionsschacht müsse wieder raus. Das
müsse unter den Keller. Das wäre die einzig sinnvolle Lösung und
wahrscheinlich wäre es im Revisionsschacht sowieso nicht erlaubt. Bzgl.
der Wärmedämmung hält er von der Teillösung nichts. "Das ist weder
Fisch noch Fleisch und bringt nicht viel". Entweder ganz oder gar
nicht.
24.
Juni 2007 Jetzt
habe ich eine Auswahl von möglichen Stoßgriffen für die Haustür. Alle
über das Internet gefunden. Ich schreibe eine Mail an den Berater von R
und teile ihm die Adressen bzw. Links mit. Und auch, welchen Griff wir
bevorzugen würden.
27. Juni 2007 Ich
rufe den Berater von R an und frage nach ob das mit dem Griff in
Ordnung geht und ob er Preise bekommen hat. Er sagt mir er gibt die
Unterlagen an den Hersteller der Tür weiter. Es kann etwas dauern bis
eine Rückmeldung kommt. Das sei aber kein Problem, da der Türhersteller
ja wisse das da ein besonderer Beschlag verwendet werden soll.
10. Juli 2007 Bei
der Durchsicht des Ausstattungsprotokolls ist mir durch Zufall
aufgefallen, dass für das Bad als Serie V+B Sunberry angegeben ist. Da
es keinen weiteren Vermerk gibt liest sich das so als wollten wir auch
das WC so. Aber da wollten wir bei dem Standard-Modell bleiben, weil es
uns besser gefällt. Ich informiere den Berater von R und er sagt er
ändert es ab.
23.
Juli 2007 Ich
habe immer noch nichts gehört vom Stoßgriff. Ein weiterer Anruf bringt
mich nur soviel weiter, dass es lange gedauert hat bis der
Türhersteller sich die Unterlagen geholt hat. Und er hätte kein E-Mail
und damit wahrscheinlich auch kein Internet. Das könne dauern bis er
sich meldet.
5.
September 2007 Das
Thema Stoßgriff hatte ich im Prinzip völlig verdrängt oder
besser
gesagt angenommen, R. hat unseren Favoriten gewählt, weil er
preisgleich ist und nur vergessen uns zu informieren. Mangelnde
Kommunikation bin ich inzwischen ja schon gewohnt. Aber
heute hat
mich das Thema wieder eingeholt. Der Berater von R hat mir eine Mail
gesendet. Immerhin, Humor hat er, seine Mail fängt an mit "ja, ich lebe
noch...". Er schreibt uns, dass 3 der 5 von uns im Mail genannten
Griffe möglich wären und listet die Mehrpreise auf. Alle 3
unterscheiden sich nicht riesig im Preis (verglichen mit den sonstigen
Mehrpreisen) und unser Favorit liegt genau in der Mitte. Klar, dabei
bleiben wir.
6.
September 2007 Vom
Berater von R kommt die Bestätigung für den Stossgriff und das
geänderte Blatt ders Ausstattungsprotokoll. Auf die Berechnung
des zusätzlichen Mehrpreis gegenüber dem zuvor vorgesehenen
Stossgriff (+50 €) verzichten sie dankenswerterweise.
13. November 2007 Heute
ein Anruf von der Firma, die mit der Heizungs- und Sanitärinstallation
beauftragt ist. Für die Badewanne fragen sie an, wie herum wir sitzen
möchten. Kopfteil an der Außenwand oder Kopfteil an der Wand neben dem
Waschbecken. Die Entscheidung ist klar: Kopfteil an der Außenwand. Nur
so schaut man in den Raum hinaus und nur so hat man das Dachfenster und
damit den Himmel über sich beim Baden.
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